5000 Km Erfahrung mit dem Navigon App für das iPhone
Angeregt durch den Aufruf von Alex Olma beschreibe ich meine Erfahrung mit der Navigon App für das iPhone.
Wir sind in vier Wochen knapp 5000Km gefahren und die Navigation war so gut wie ständig an.
Abfahrt war Düsseldorf, unser Ziel war Pécs in Ungarn, mit einem Zwischenstopp in München, das entspricht in etwa einer Strecke von ca. 1400km.
Strecke: Düsseldorf nach München: Die Navigation war problemlos und führte uns auf dem schnellsten und optimalsten Weg ans Ziel, gut, viel verkehrt kann man hier auch nicht machen.
Strecke: München nach Pécs / Ungarn: hier traten die ersten Komplikationen auf, doch dazu gleich mehr.
Das Positive: Die Navigation ist selbst bei einer Geschwindigkeit von 130-140 KM/h über die iPhone internenen Lautsprecher noch gut zu verstehen, ab 160 Km/h muss man schon genau hinhören.Toll fand ich die akkustische Geschwindigkeitswarnung. Negativ daran ist, dass man weit weniger auf die Geschwindigkeitsschilder achtet, da man weiß, dass diese sowieso im Display zu sehen sind. Doch dafür kann die App nichts, sondern ich :-) . Die App ist noch nie abgestürzt.
Das Negative: Wie allen bekannt ist, gilt auf Österreichs Autobahnen generelle Mautpflicht (Zehn-Tages-Vignette: 7,70 Euro), allerdings gibt es noch einige Autobahnabschnitte, die Privatisiert sind und nochmals kräftig Geld verlangen (8-12 Euro). Leider unterscheidet die Navigon App nicht zwischen mautpflichtigen und gebührenpflichtigen Autobahnen (Privat), die meistens um die 8 bis 10 Euro kosten. Um die privaten Autobahnabschnitte zu vermeiden, habe ich Mautstraßen ausgeschaltet, was zur Folge hatte, dass die App mich von München über Österreich nach Ungarn ständig auf die Landstraße führen wollte. Das wäre ein Umweg von ca. 4 Stunden. Zum Glück kannte ich die Strecke, da wir als Kinder die Strecke oft mit meinen Eltern gefahren sind. So merkte ich sehr schnell, dass etwas nicht stimmt. Ich habe die Profile geändert, von “Optimal” auf “Schnell” und “Kurz”, doch er wollte mich immer noch von der Autobahn auf die Landstraße führen, bis mir die Idee mit den Mautstraßen kam. Ich schaltete Mautstraßen an und schon zeigte er mir die gewohnte Route.
Die Wünsche Eine Option, in der man einstellen kann, dass Mautstraßen wie in Österreich oder Slowenien generell okay sind, aber private Autobahnen vermieden werden sollten und ganz wichtig wäre ein Staumelder, der die Daten per UMTS oder wenn verfügbar über WLAN nachlädt, dann wäre ich glücklich.
In den drei Wochen in Ungarn war die App sehr hilfreich, es hat uns immer schnell und präzise ans Ziel geführt. Es kannte selbst in Ungarn fast jeden noch so kleinen Feldweg etc. Das Kartenmaterial ist meiner Meinung nach großartig und aktueller als die des 3000 Euro teuren Toyota Navigationssystems (DVD Stand 03.2009).
Strecke: Budapest Ungarn nach Maribor Slowenien: Hat uns schnell und präzise ans Ziel geführt:
Strecke: Maribor Slowenien nach München: Hier hatten wir dasselbe Probleme wie in Österreich: auch Slowenien hat eine generelle Mautpflicht, aber es gibt auch private Autobahnen, was ich bis dato nicht wusste und mit 18 Euro teuer bezahlen musste. Die Navigation war gut, aber die zwei privaten Autobahnen hätte ich sehr gerne vermieden, zumal es zeitlich keinen Unterschied gibt zu der Alternativstrecke über Österreich (Graz) und dann auf die A1 Richtung Salzburg.
Generell finde ich die Navigon App gut und sie löst, wenn ich fahre, das 3000 Euro Toyota Navigationssystem ab.
Die Probleme, die Alex schrieb, keine GPS Signale in der Stadt zu haben, kann ich nicht bestätigen. Was mir jedoch auffiel ist, dass es nach dem Starten der App gute 3-5 Minuten dauert, bis das iPhone endlich ein GPS Signal hat. Das kann Nerven kosten, wenn man es eilig hat.
Bleibt abzuwarten welche Funktionen das TomTom App eingebaut hat.
Leider ist es nicht möglich, mit einem VPN-Tunnel die T-Mobile Blockierung von Skype zu umgehen, wenn sich das iPhone im GPRS / EDGE / UMTS Netz befindet. Das Problem ist nicht auf der Seite von T-Mobile zu suchen, sondern bei Skype. Vermutlich haben die großen Telefonanbieter wie A&T und T-Mobile ausreichend Druck auf Apple ausgeübt, so dass die Skype App nur unter der Voraussetzung, dass die Telefonfunktion nicht per GPRS / EDGE / UMTS nutzbar ist, in den App Store gelangt. Im Grunde nichts anderes wie damals bei Fring. Für alle Jailbreaked iPhones gibt es Hoffnung, dass es bald einen Patch im Cydia gibt.






Apple, die mit Google eine befreundete Geschäftsbeziehung führen, soll angeblich Google gebeten haben, keine Multitouch Funktionen in das von Google eigens für Mobiletelefone entwickelte Betriebsystem Android einzubauen. Da Palm mit dem Smartphone Palm Pre eine ernsthafte Konkurrenz zu Apples iPhone werden könnte und Apple, die das mit Sicherheit wissen, haben durch ihre Anwälte eine Klage gegen Palm eingereicht, wegen der Verletzung des Multitouch Patents, die Apple am 27.01.2009 zugesprochen wurde :-(